in der Politik

POLITIKER JOSEF WYSS

Mich im Kantonsrat und auch als Kantonsratspräsident für die Luzerner Bevölkerung und Unternehmen einsetzen zu dürfen, sehe ich als grosse Ehre und gleichzeitig auch als Herausforderung. Für mich ist es wichtig, dabei fokussiert, ehrlich und verlässlich zu agieren.

Die kommenden anspruchsvollen Aufgaben des Kantonsparlaments lassen sich weder mit süffigen Halbwahrheiten noch mit markigen Sprüchen wirksam angehen. Es braucht politische Knochenarbeit, unternehmerische Offenheit und den erklärten Willen, zum Wohle der Mehrheit tragbare Lösungen auszuarbeiten. Diese Tatkraft ist übrigens eine erwiesene Kernkompetenz der politischen Mitte.

Vieles im Kanton Luzern funktioniert sehr gut. Doch nur wer sich und seine Prozesse kritisch hinterfragt und beständig darauf hinarbeitet, besser zu werden, bleibt auch gut. Auch wenn sich der Kanton nicht 1:1 mit einer Unternehmung in der Privatwirtschaft vergleichen lässt, was was Effizienz, Nachhaltigkeit sowie gesundes Kosten- und Qualitätsbewusstsein - kurz "anständiges Wirtschaft" betrifft, stehen sowohl Unternehmungen wie auch die Verwaltung gleichermassen in der Verantwortung.

Leidenschaftlich politisieren

Als Kantonsrat möchte ich weiterhin Gutes aus der Wirtschaft in die Politik
einbringen – für einen effizienten und starken Kanton Luzern.

unterschrift_josefwyss.png
sepp-freigestellt_definitiv.png

Meine Standpunkte

Wirtschaftspolitik

«Unsere vielfältige Wirtschaftslandschaft lebt von den KMUs und ist das Resultat eines ausgewogenen Bildungssystems. Diese Vielseitigkeit soll gefördert und belohnt werden.»

Unternehmen – und allen voran die KMUs – sind das Rückgrat unserer ökonomischen Landschaft. Unternehmertum muss gefördert und gewürdigt werden. Vor allem Familienunternehmen, die über Generationen hinweg das Wirtschaftsleben im Kanton prägen, sind dabei ein wichtiger Pfeiler. Wir haben das Glück, hier im Kanton Luzern einen attraktiven Branchenmix zu haben. Dies soll so bleiben. Auch die nationalen Dienstleister im Bereich Gesundheitswesen (Krankenkassen, Suva usw.) sollen vom attraktiven Wirtschaftsstandort Luzern profitieren. Darüber hinaus übernimmt eine jüngere Generation Verantwortung und lanciert Startups – mit innovativen Dienstleistungen und Produkten im Kontext der Digitalisierung. Diese gilt es auch von politischer Seite zu fördern. Jedes Unternehmen ist ein eigener Mikrokosmos. Damit diese gedeihen können, braucht es auch eine darauf sensibilisierte Politik, die entsprechende Rahmenbedingungen schafft. Dies gilt auch für ein ausgewogenes Bildungssystem, das eine weitere Grundlage für eine prosperierende Wirtschaft ist.

Gesundes Wachstum

Eine gesunde auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaft, ist der Motor unseres Wohlstandes. Wir brauchen unternehmerfreundliche politische Rahmenbedingungen um den Werkplatz Schweiz – und damit auch Luzern – auch in der Zukunft erfolgreich zu gestalten. Dabei benötigen wir einerseits Unternehmen im Dienstleistungsbereich, sowie produzierende Industriegesellschaften. Oder anders ausgedrückt: Einen gesunden Mix aus verschiedenen Branchen, Unternehmensgrössen und regionaler Ansiedlung.

KMUs fördern - nicht bremsen

Die bürokratischen Hürden (Bsp. Mehrwertsteuer) müssen insbesondere für KMUs vereinfacht werden. Am Rande vermerkt: Die Stellenmeldepflicht ist wohl der grösste (theoretische) Bürotiger, mit dem sich viele Unternehmen beschäftigen müssen. Und weitab von der Praxis ist. 

Attraktives Steuersystem

Der Luzerner Werkplatz muss über vernünftige Unternehmenssteuern für inländische wie auch für ausländische Firmen attraktiv bleiben. Der von Luzern eingeschlagene Weg muss weiterverfolgt werden.

Qualitatives Wachstum

Die Beratung und Pflege der bereits ansässigen Unternehmen ist ein wichtiger Pfeiler der Wirtschaftsförderung. Darüber hinaus muss die Neuansiedlung von Unternehmen (bestehende und Neugründungen) ein Ziel sein. Die Wirtschaftsförderung im Kanton Luzern ist gut aufgestellt. Die Politik muss die notwendigen Mittel sprechen, um dies entsprechend zu fördern.

Agrarwirtschaft

«Verantwortung, Vertrauen und Vereinfachung* – und so Raum schaffen für Innovation und Unternehmertum»

Meine Wurzeln liegen in der Landwirtschaft. Dieses Thema liegt mir am Herzen. Neben meiner Herkunft und meiner Ausbildung als Käser und Lebensmitteltechnologe verbindet mich auch meine aktuelle berufliche Tätigkeit mit dem Thema.

Vernetzt denken

Eine flächendeckende funktionierende Landwirtschaft hat die primäre Funktion der Herstel-lung von Nahrungsmittel für die Bevölkerung. Daneben erbringt die Landwirtschaft grosse Dienstleistungen für andere Wirtschaftszweige und die Gesellschaft. Der gesamte Agrarbereich hat im Kanton Luzern eine wichtige Bedeutung. Nicht nur in der Produktion und Landschaftspflege, sondern auch in der Verarbeitung.

Strukturbereinigung

Im Agrarsektor wird sich die Strukturbereinigung weiter fortsetzen. Diese wird unter anderem durch die Generationennachfolge beschleunigt. Es ist wichtig, dass eine stetige Produktivitätsverbesserung auch im Agrarbereich Zielsetzung bleibt. Und ganz wichtig: Es hat ganz viele innovative Projekte, die aus der Landwirtschaft kommen. Zum Beispiel der Südhang in Eschenbach, agriHome, der Haushalt und Betreuungsdienst der Luzerner Bäuerinnen oder agriCatering, usw. Die politischen Rahmbedingungen gilt es so auszugestalten, dass dieser Entwicklung Raum gegeben wird.

Unternehmer sein

Von den Landwirtschaftsbetrieben wird verlangt, dass sie sich vermehrt dem Markt stellen und eigene Ideen und Konzepte entwickeln, die den Fortbestand der Höfe sichern soll. Diese positive Entwicklung soll weiter gestärkt werden. Landwirtschaftliche Ausbildungsstätten sollen hier Hand bieten, die Menschen bei diesem Prozess zu unterstützen. Das Unternehmertum soll mit dem Abbau von bürokratischen und reglementarischen Massnahmen gestärkt werden.

„Grüner Teppich“ ist ausgerollt

Gerade die Branchenorganisation Milch BOM setzt hier ein Zeichen und belohnt ab 1. Juli 2019 nachhaltig produzierte Milch, bei der der schonende Umgang mit Ressourcen, natürliches Futter und vor allem das Tierwohl im Vordergrund stehen. Für mich ein Zeichen, dass es in die richtige Richtung geht.

 

* Leitsatz des Bundesrates zur AP22+.
Verkehrspolitik

«Balance finden zwischen Optimierung von bestehenden Infrastrukturen und gezielten Kapazitätserweiterungen. Für den Privatverkehr und den öV.» 

Die Verkehrsinfrastruktur ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft und die Gesellschaft in unserem Kanton. Die Herausforderung der Verkehrspolitik liegt im schonenden Umgang mit den Ressourcen einerseits und diese andrerseits mit dem Anspruch der Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer abzugleichen.

Kapazitätserweiterungen sollen dann in Betracht gezogen werden, wenn die bestehenden Infrastrukturen möglichst optimal und effizient genutzt werden – und erst dann das Bedürfnis nach einer Erweiterung erfolgt. Massnahmen die den Verkehrsfluss optimieren sollen gleichzeitig mit dem bedürfnisgerechtem Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Betracht gezogen werden.

Umwelt und Klima

«Gesunder Menschenverstand, schonender Umgang mit Ressourcen sind entscheidender als Ideologien.»



Ohne eine intakte Umwelt funktioniert nichts. Das wissen wir als Privatpersonen, aber auch als Unternehmer aller Branchen. Darum sind ein schonender Umgang mit Ressourcen sowie ein bewusster Umgang mit Emissionen überlebenswichtig. Die Klimadebatte zeigt, dass eine Sensibilisierung auf allen Altersstufen länderübergreifend stattfindet, die die Politik zum Handeln auffordert. Hier muss der Dialog gesucht werden und nicht Ideologien aufdoktriniert werden. Gesunder Menschenverstand, die Sorge zur Natur und das Bewusstsein, dass wir alle in einem Boot sitzen, sollen uns wichtige Leitplanken sein.

Energiewende umsetzen

Dabei ist mir wichtig, dass die Energiewende konsequent umgesetzt wird. Einheimische, erneuerbare Energien müssen die Lücke schliessen können, die durch den Wegfall von Atomstrom entsteht. Wir wollen eine sichere Stromversorgung für die Schweiz. Zudem muss es sich lohnen, in Wasser-, Solar- oder Windstrom zu investieren. Es braucht Anreize für Investitionen in erneuerbare Energien.

Forschungsplatz Schweiz stärken

Energietechnologien sind je länger je mehr auch eine wirtschaftliche Chance. Als Technologieland mit den entsprechenden Forschungsinstitutionen wie ETHZ und EPFL haben wir beste Voraussetzungen, um bei diesen Technologien eine führende Rolle einzunehmen.

Effizienter Staat

«Für den Staat soll im Grundsatz das Gleiche gelten wie für Unternehmen: Effizienz, gesunde Finanzen und unternehmerisches Denken und Handeln sind zentrale Aufgaben.»


Wie jedes Unternehmen, ist auch der Staat gefordert, seine Leistungserbringung kritisch zu hinterfragen und zu optimieren. Ich setze mich dafür ein, dass der Kanton Luzern sich zum Ziel setzt, nachhaltige Effizienzsteigerungen zu fördern, um eine schlanke Verwaltung zu ermöglichen.

In verschiedenen Abstimmungen äusserte sich die Luzerner Bevölkerung kritisch dahingehend, dass die Sanierung des Finanzhaushalts mit Steuererhöhung vollzogen werden soll. Die bis jetzt eingeleiteten Sparmassnahmen zielen in die richtige Richtung, reichen aber nicht aus, um den Haushalt nachhaltig zu sanieren. Mittel- bis langfristig ist der Kanton auf weitergehende Anstrengungen angewiesen. Es braucht zusätzliche Effizienzsteigerungs-Massnahmen, welche die finanzielle Situation nachhaltig stabilisiert.

Wirken im Kantonsrat

Vorstösse

Die Regierung wird beauftragt, ein Effizienzsteigerungsprogramm zu erarbeiten und einzuführen, welches ­eine nachhaltige Effizienzsteigerung garantiert, um so ­eine schlanke Verwaltung zu ermöglichen.
Die Urkantone Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden betreiben zusammen im Konkordat das Laboratorium der Urkantone. Die Zusammenarbeit funktioniert seit 110 Jahren bestens, und es wurden keine negativen Folgen festgestellt. Der Kanton Zug hat erst vor Kurzem in ein neues Laboratorium investiert.
In verschieden Kantonen sind die Fachabteilungen Lebensmittelsicherheit/Verbraucherschutz (DLV) und Veterinärdienst (VET) in einer Dienststelle organisiert. Im Kanton Luzern wurden diese beiden Fachabteilungen ab Februar 2011 während drei Jahren unter einer Dienststelle geführt. Im Januar 2014 wurde diese «Fusion» wieder rückgängig gemacht.
In verschiedenen Luzerner Gemeinden werden seit Kurzem die Baugesuchsunterlagen im Internet veröffentlicht. Dabei wird nicht nur das Gesuchsformular zu Baugesuchen, sondern es werden sämtliche Beilagen während der öffentlichen Auflage im Internet zur Einsicht bereitgestellt.

Funktionen im Kantonsrat

Mandate und Mitgliedschaften

Luzerner KantonsratPräsident

Luzerner Kantonsrat
Präsident

Präsidentenkonferenz des Kantonsrates | Geschäftsleitung | Stabsgruppe der Geschäftsleitung | Wahlbüro des Kantonsrates
Kommission Verkehr und BauMitglied

Kommission Verkehr und Bau
Mitglied

CVP-FraktionMitglied

CVP-Fraktion
Mitglied

Politischer Werdegang

 
 

Seit 17. Juni 2019

Luzerner Kantonsrat

Kantonsratspräsident

 

Luzerner Kantonsrat

Vize Kantonsratspräsident

Seit 2018

 

Seit 2015

Luzerner Kantonsrat

Mitglied der Verkehrs- und Baukommission

 

Vorstand CVP Eschenbach

Delegierter CVP Schweiz

Seit 2008

 

2006 / 2007

Ortsparteipräsident

CVP Sempach